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Jede Woche geben wir euch einen Einblick in die Neustarts der Woche in Kino und TV.
Viel Spaß beim Anschauen!

Neu im Kino!

25 Millionen Euro. Das klingt erstmal nach einer Menge Geld. Für Film-Verhältnisse ist es aber gar nicht so viel. Blockbuster vom Typ Marvel oder Star Wars kosten gut und gerne auch mal das Zehnfache, Budgets von über 120 Millionen sind an der Tagesordnung. Aber für deutsche Verhältnisse sind 25 Millionen Euro eine beinahe ungehörte Summe. Und mit diesen Produktionskosten zeichnet sich „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ als einer der teuersten deutschen Filme aller Zeiten aus. Und die sieht man tatsächlich auf der großen Leinwand.

Eiiiiiinnneeee Insel mit zwei Bergen…beinahe jeder kennt die Geschichte des Waisenkindes Jim, das auf der winzigen Insel Lummerland angespült wird. Dort wächst der aufgeweckte Junge auf und hilft dem Lokomotivführer Lukas mit dem kleinen Zug Emma aus. Doch als Emma von der Regierung eingestampft werden soll, brechen Jim und Lukas auf eine abenteuerliche Reise auf…

Henning Baum, Uwe Ochsenknecht, Christoph Maria Herbst und Rick Kavanian sind nur einige der deutschen Stars, die sich für diesen Film die Ehre geben. Mit Dennis Gansel ist zudem ein Regisseur an Bord, der sein Handwerk versteht und bereits mit Filmen wie „Die Welle“ große Massen in die Kinos locken konnte. Der wahre Star des Films ist aber wohl die fantasievolle Optik und die zumindest im Trailer durchaus anschaulichen visuellen Effekte. Von Wüstenlandschaften über das stürmische Meer bis hin in ein asiatisches Königreich – die Reise führt die beiden Helden an viele verschiedene Orte, die alle wunderschön inszeniert sind und im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Produktionen nicht billig erscheinen.
Ob jedoch genug Zuschauer ins Kino gehen, um das große Investment von 25 Millionen Euro zu rechtfertigen, wird sich noch zeigen müssen.

„Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ ist ab 0 Jahren freigegeben, dauert 110 Minuten und startet am 29.03. in den Kinos.

Ein weiterer Regisseur, der sein Handwerk versteht, ist Steven Soderbergh. Der kündigt zwar schon seit Jahren immer wieder seinen Ruhestand an, kehrt dann aber doch ständig für neue Projekte zurück. Sein neuster Streich ist der im Geheimen und nur mit einem IPhone gedrehte „Unsane“. Das ganze ist ein Psychothriller mit Horrorelementen, der aber auch deutliche Kritik an der Pharmaindustrie ausübt.

Sawyer Valentini ist auf der Flucht vor ihrem Stalker. Sie hat bereits ihren Wohnort gewechselt und möchte ein neues Leben beginnen. Doch ihre Vergangenheit lässt sie nicht los, also sucht sie sich Hilfe bei einem Arzt und landet unversehens und gegen ihren Willen in der Psychiatrie. Dort muss sie feststellen, dass sich ihr Stalker ins Pflegepersonal eingeschlichen hat. Und während niemand ihr glauben will, beginnt Sawyer selbst, an ihrem Verstand zu zweifeln…

Der PR-Stunt des Films – der Dreh mit dem IPhone – fällt im fertigen Film kaum ins Gewicht. Der Film ist in einem etwas anderen Format als andere Filme und sieht matt aus, düster und deprimierend. Das passt natürlich auch zur Stimmung des Films. Wie schon in seinem Anti-Pharmaindustrie-Thriller „Side Effects“ scheint Soderbergh hier auf immer weiter anschwellende Spannung zu setzen. Ersten Berichten zufolge ist gerade die zweite Hälfte schwer mit anzusehen in ihrer Heftigkeit.
Getragen wird das Ganze von „The Crown“-Schauspielerin Claire Foy, die an ihrem großen Durchbruch arbeitet und in diesem Jahr noch in einigen Filmen zu sehen sein wird. Sicher keine leichte Kost, aber für Freunde der Spannung sicherlich die richtige Wahl.

„Unsane – Ausgeliefert“ ist ab 16 Jahren freigegeben, dauert 98 Minuten und startet am Donnerstag in den deutschen Kinos.

Neu im TV!

Netflix bringt mittlerweile so viel Content heraus, dass man leicht den Überblick verliert. Ständig kommen neue Filme, Serien oder Staffeln heraus, die man oft gar nicht bemerkt. Gerade vor ein paar Tagen habe ich entdeckt, dass schon nächste Woche eine Serie über den Trojanischen Krieg herauskommt, die super aufwändig aussieht, aber schlichtweg untergegangen ist.
Doch an ein paar Serien arbeitet Netflix wirklich, um sie den Zuschauern ins Bewusstsein zu rufen. Und bei der Qualität der ersten Staffel von „Eine Reihe Betrüblicher Ereignisse“ wundert es mich nicht, dass es bei der zweiten Staffel der Serie genau so ist.

Die bedrückende Geschichte der Baudelaire-Kinder wird auch in der zweiten Staffel nicht fröhlicher. Nachdem sie ihrem Grafen Olaf ein paar Mal von der Schippe gesprungen sind, ist dieser rachsüchtig und will nicht mehr nur ihr Erbe, sondern auch Klaus, Violett und Sunny an den Kragen. Wieder einmal müssen die Geschwister all ihr Geschick und ihr Glück einsetzen, um am Leben zu bleiben und das Rätsel um den mysteriösen Tod ihrer Eltern zu klären.

„Eine Reihe Betrüblicher Ereignisse“ macht einfach Spaß. Das darf man natürlich nicht laut sagen, denn die Serie selbst macht immer wieder deutlich, wie miserabel es allen Beteiligten eigentlich geht. Aber das auf eine so amüsante und schwarzhumorige Art und Weise, dass man nicht umhin kann, doch seinen Spaß zu haben. Die zweite Staffel bringt zudem alle Beteiligten, die Kinder, Neil Patrick Harris als Graf Olaf und Patrick Warburton als Lemony Snicket, den Autor und Erzähler der Serie, zurück. Besonders toll ist auch der schrullige, Tim-Burton-ähnliche Look, in dem alles ein wenig verrückt und künstlich aussieht. Aber auch in der Handlung scheint es endlich ein bisschen voranzugehen, denn die Kinder versuchen nicht mehr nur noch, zu entkommen, sondern wollen nun auch wissen, warum sie in diese Lage gekommen sind. All das verspricht einer sehr unterhaltsame zweite Staffel – die dritte und letzte ist bereits bestätigt.

Die zweite Staffel von „Eine Reihe Betrüblicher Ereignisse“ umfasst 10 Folgen und ist ab dem 30.03. auf Netflix verfügbar.