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Jede Woche geben wir euch einen Einblick in die Neustarts der Woche in Kino und TV.
Viel Spaß beim Anschauen!

Neu im Kino!

„Ready Player One“ ist ein besonderer Film. Er basiert auf einem Buch von Ernest Cline, um dessen Filmrechte sich die Verleihe schon vor der Veröffentlichung rissen. Warner Bros bekam für eine siebenstellige Summe den Zuschlag. Im Buch finden sich zahllose Anspielungen und Referenzen auf Bücher, Videospiele, Musik und Filme der 80er Jahre – die Ära, in der Steven Spielberg seine größten Erfolge feierte und die Popkultur prägte. Und genau der sitzt nun auf dem Regiestuhl. Was herausgekommen ist, sieht nach einem spektakulären Film mit viel Liebe zum Detail und voller Easter Eggs aus.

2045: Die Welt ist ein trister Ort. Die Ressourcen sind beinahe aufgebraucht, die Menschen leben eng zusammengekeilt. Der einzige Ausweg ist die OASIS, eine virtuelle Welt, die jeder besuchen und in der man sein kann, wer man will. Als der Erfinder der OASIS, James Halliday, stirbt, hinterlässt er jedoch eine Reihe von Aufgaben. Wer diese als Erster abschließt, gewinnt die volle Kontrolle über die OASIS. Der Teenager Wade möchte dieser Sieger sein und macht sich auf die Jagd…

Wer das Buch gelesen hat, weiß, dass es nicht nur voller Popkultur-Referenzen steckt, sondern auch viele aktuelle Thematiken behandelt. Das geht bei der VR-Welt der OASIS los, die gar nicht so weit entfernt scheint, aber es werden auch Themen die Datenschutz im Internet, die wachsende Macht der Konzerne und den Missbrauch dieser Macht angesprochen. Das macht auch den Film erstaunlich aktuell.
Aber der Star des Films ist die Optik. Bereits im Trailer sieht man Welten, die man noch nie auf der Leinwand gesehen hat. Die Avatare, die Actionszenen, die abwechslungsreich gestalteten VR-Landschaften – man sieht „Ready Player One“ die 175 Millionen Dollar Produktionsbudget wirklich an und der Film schreit geradezu danach, auf dem größtmöglichen Bildschirm in 3D gesehen zu werden.
Zudem werden auch alle Nostalgiker und Filmfans bedient, jeder kann sich auf die Suche nach den zahllosen Anspielungen und Easter Eggs machen. Ein Heidenspaß also für alle und meine Empfehlung der Woche.

„Ready Player One“ dauert 140 Minuten, ist ab 12 Jahren freigegeben und startet am 05.04. in 3D in den deutschen Kinos.

Der zweite Start der Woche war ebenfalls ein potenzieller Blockbuster. War? Wie kommt denn das? Der Film, über den wir jetzt reden,  ist nämlich bereits bei Kritikern und auch ab den Kinokassen in den USA durchgefallen. Zumindest hat „Das Zeiträtsel“ aber alles, was für einen weiteren Erfolg aus dem Hause Disney sprechen würde.
Aber diesmal ging die Rechnung nicht auf. jetzt können sich auch deutsche Zuschauer ein Bild davon machen.

Die Teenagerin Meg möchte einfach nur dazugehören. Doch die Tochter von zwei Wissenschaftlern ist, wie ihr kleiner Bruder, hochbegabt und wird in der Schule nicht von ihren Mitschülern angenommen. Dann verschwindet auch noch ihr Vater auf mysteriöse Art und Weise. Bei ihrer Suche nach ihm kommt Meg darauf, dass das neueste Forschungsprojekt ihrer Eltern etwas mit dem Verschwinden ihres Vaters zu tun haben könnte und geht dem Rätsel gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder und dem Nachbarsjungen Calvin auf den Grund. Gemeinsam erleben sie eine Reise durch Raum und Zeit, bei der mehr auf dem Spiel steht, als gedacht…

Mit Ava DuVernay konnte Disney eine talentierte Regisseurin für die Buchverfilmung gewinnen. Der dem Film zugrunde liegende Roman „A Wrinkle In Time“ ist besonders in den USA sehr bekannt und zeichnet sich durch die Verbindung von wissenschaftlichen Themen und Fantasieelementen aus. DuVernay schreibt zudem Geschichte als die erste farbige Frau, die einen Film dieser Größenordnung inszenieren durfte. Sie ist zudem eine Frau mit starken gesellschaftlichen und politischen Ansichten, die sie gerne in ihre Filme einbaut. Und hier liegt wohl auch das größte Problem des Films. Denn DuVernay baut vieles ein, das ihr persönlich wichtig ist. Meg wird beispielsweise von einer farbigen Schauspielerin gespielt und es wird viel Wert darauf gelegt, sie auch als so zu definieren und als überaus fähig darzustellen – das ist wirklich nichts Negatives, aber DuVernay sind diese vergleichsweise kleineren Elemente wohl oft wichtiger, als einen einfach nur guten Film zu schaffen.
Was bleibt ist den Kritikern nach also ein ehrbarer Versuch mit vielen guten Ideen, der leider nicht vollends überzeugen kann. Auch die namhafte Besetzung um Chris Pine, Reese Witherspoon und Oprah Winfrey und einige vielversprechende Jungschauspieler gibt sich Mühe und dank seines Budgets von über 100 Millionen Dollar sieht der Film auch schön aus.
Hier muss wohl jeder für sich entscheiden, ob der Film das Ticket wert ist.

„Das Zeiträtsel“ dauert 100 Minuten, ist ab 6 Jahren freigegeben und startet am Donnerstag in 3D in den Kinos.

 

Neu im TV!

Als ich letzte Woche auf YouTube durch Zufall den Trailer zu „Troja – Untergang einer Stadt“ gesehen habe, war ich überrascht. Ein Format wie der Torjanische Krieg ist schließlich ein äußerst aufwendiges Unterfangen, hinter dem eine Menge Aufwand und auch Geld stecken muss. Dennoch wurde die Serie kaum beworben und wird noch diese Woche auf den Markt geworfen. Ob das ein Zeichen für die Qualität der Serie ist, wird sich wohl noch zeigen müssen.

Jeder hat zumindest einmal vom Trojanischen Krieg gehört; die schöne Helena, Achilles, das Trojanische Pferd. All das wird es auch in der neuen Serie zu sehen geben. Nachdem seine Ehefrau Helena mit dem Trojanischen Prinzen Paris durchgebrannt ist, schwört König Menelaos Rache und zieht mit einem gewaltigen Heer gegen die Stadt in den Krieg. Doch das Ausmaß der Schlacht können noch nicht einmal die Götter vorhersehen…

In einer Zeit, in der „Game Of Thrones“ mit einer Mischung aus Sex, Gewalt und Intrigen zur erfolgreichsten Serie überhaupt avanciert ist, bietet Troja sich perfekt für eine Neuauflage als Serie an. Denn diese uralte Geschichte bietet all die Elemente, die auch die Welt von Westeros zum Erfolg hat werden lassen. Zudem sieht es auch so aus, als sei eine ordentliche Stange Geld in die Serie geflossen – es gibt extravagante Kostüme, ordentliche Sets und natürlich den Krieg. Aber zumindest im Trailer mag der Funke noch nicht so richtig auf mich überspringen. Einen Blick ist die Serie aber sicherlich allemal wert.

„Troja – Untergang einer Stadt“ umfasst 8 Episoden und startet am 06.04. bei Netflix.