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Jede Woche geben wir euch einen Einblick in die Neustarts der Woche in Kino und TV.
Viel Spaß beim Anschauen!

Neu im Kino!

Jennifer Lawrence ist zurück! Nachdem sie im letzten Jahr nur in einem kleineren Film, „mother!“, zu sehen war, kommt sie dieses Jahr gleich mit zwei großen Produktionen auf die Leinwand. Den Anfang macht „Red Sparrow“, die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Jason Matthews. Und diese Rolle ist etwas ganz Neues für Lawrence. Denn diesmal spielt sie eine russische Spionin und geht dabei aufs Ganze.

Als die russische Primaballerina Dominika Egorova sich eine Verletzung zuzieht, kann sie ihren Beruf nicht weiter ausführen. Um weiterhin für ihre schwerkranke Mutter sorgen zu können, lässt sie sich für das mysteriöse Sparrow-Programm anwerben und wird zur Superspionin ausgebildet. Die Ausbildung bringt sie an ihre Grenzen, doch der erste Auftrag wartet bereits: Dominika soll den CIA-Agenten Nathaniel Nash überwachen und ihm wichtige Informationen entlocken. Doch schon bald ist nicht mehr klar, wer überhaupt für wen arbeitet…

Wenn man sich den Trailer zu „Red Sparrow“ ansieht, fühlt man sich an Filme wie „Salt“ oder den Charakter der Black Widow aus den Marvel-Filmen erinnert. Kalte Landschaften, russische Akzente und jede Menge Sexappeal, ungewöhnlich für Jennifer Lawrence, die hier alle Hüllen fallen lässt, beherrschen die Szenerie. Die Thrillerhandlung ist jedoch auch sehr interessant und bringt den Film auch auf eine stolze Laufzeit von beinahe zweieinhalb Stunden. Das, zumindest ersten Stimmen nach, ohne ausartende Actionszenen, sondern sehr dialogreich und charakterorientiert. Somit ist „Red Sparrow“ vielleicht auch für ein älteres Publikum interessant. Zudem kann die Besetzung sich sehen lassen. Jennifer Lawrence wird bereits furch die Bank für ihre Performance gelobt, aber auch die überaus talentierten Joel Edgerton, Matthias Schoenaerts, Charlotte Rampling, Jeremy Irons und Mary-Louise Parker sind mit von der Partie. Interessante Info am Rande: Jason Matthews, der Autor des Romans, hat viele Jahre lang tatsächlich bei der CIA gearbeitet und hatte Einsicht in viele wichtige Vorgänge. Das macht den Film um einiges realistischer als vergleichbare Agentenstreifen.

„Red Sparrow“ dauert 141 Minuten, ist ab 16 Jahren freigegeben und startet am 01.03. in den Kinos.

Vom eher schwermütigen „Red Sparrow“ kommen wir jetzt zu einer sehr viel spaßigeren Angelegenheit: „Game Night“ ist der Name des zweiten großen Neustarts der Woche. Und diese schwarze Komödie, ich habe sie bereits sehen dürfen, hebt sich qualitativ wirklich von vergleichbarer Ware ab. Wenn man in einer Pressevorführung sitzt und alle anwesenden Journalisten laut lachen, dann weiß man, dass man etwas Besonderes sieht. Und genau das ist „Game Night“. Clever, zum Schreien komisch und hervorragend gespielt.

Max und Annie sind ein Pärchen, das nicht genug von Brett- und Gesellschaftsspielen bekommen kann. Gemeinsam mit einigen befreundeten Paaren richten sie immer wieder Game Nights aus. Dann taucht Max‘ Bruder Brooks nach längerer Abwesenheit wieder auf. Zwischen den Brüdern kriselt es immer wieder, doch Brooks verspricht eine ganz besondere Game Night: Ein Mitspieler wird entführt und die anderen müssen ihn finden. Was als großer Spaß beginnt entwickelt sich aber allzu bald zu einer Jagd, von der Leben und Tod abhängen…

Natürlich ist die Prämisse des Filmes keine Offenbarung und ähnliche Geschichten wurden bereits erzählt. Aber „Game Night“ hat trotzdem so vieles, was für sich spricht. Fangen wir beim Cast an. Jason Bateman und Rachel McAdams führen als Max und Annie die gutgelaunte Schauspielerriege an. Sie sind sympathisch und sehr sehr lustig, werden aber von einigen der Nebencharaktere einfach an die Wand gespielt. Das ist nicht weiter schlimm, denn sie tragen den Film hervorragend und haben einige Szenen, bei denen man Brüllen kann (ein medizinischer Eingriff ganz besonders). Aber Sharon Horgan und Billy Magnussen als Sarah und Ryan und Jessie Plemons  als seltsamer Cop Gary können in ihren kleineren, verrückteren Rollen einfach jede Szene für sich stehlen.
Dazu kommt, dass die Story tatsächlich spannend ist und einige Twists und Wendungen aufweist, die man nicht kommen sieht. Wer bei diesem „Spiel“ alles seine Finger hat wird erst nach und nach aufgelöst und sorgt wieder für allesamt lustige Momente. Und auch die Action kommt bei Autoverfolgungen, einer Jagd durch ein Haus und vielen weiteren Szenen nicht zu kurz. Besonders cool ist aus, dass die Kamera so eingesetzt wird, dass man gerade bei Außenaufnahmen das Gefühl hat, das Film würde auf einem Spielbrett stattfinden.
Aber mehr möchte ich jetzt gar nicht vorwegnehmen, ich kann „Game Night“ uneingeschränkt empfehlen und wünsche viel Spaß im Kino.

„Game Night“ ist ab 12 Jahren freigegeben, dauert 100 Minuten und startet am Donnerstag in den Kinos.

Neu im TV!

And the Oscar goes to…

Diese Woche empfehle ich keine Serie oder eine neue DVD – nein, wir haben eines der größten TV-Events des Jahres vor uns. Sonntagnacht finden nämlich die 90. Academy Awards, besser bekannt als die Oscars, in Los Angeles statt. In Deutschland ist dann zwar tiefste Nacht, aber zum Glück wird die Zeremonie trotzdem im Fernsehen übertragen.

„Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“, „Die Verlegerin“, „The Shape Of Water“, „Dunkirk“, „Lady Bird“ und viele mehr können sich dieses Jahr Hoffnungen auf den heiß begehrten Goldjungen machen. Wer die Award-Saison bisher verfolgt hat, kann mittlerweile auch mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit voraussagen, wer in welcher Kategorie gewinnen wird, aber es gibt ja auch weitere spannende Dinge, die an diesem Abend passieren. Die größte Frage ist wohl: Wird es wieder einen historischen Patzer geben wie im letzten Jahr, als der falsche Film als „Bester Film“ ausgezeichnet wurde?
Jimmy Kimmel ist jedenfalls wieder als Moderator dabei und wird sein Bestes geben, diesmal alles richtig zu machen.  Wir können uns derweil nur zurücklehnen und Hollywoods größte Nacht mit allen Stars und Sternchen gemeinsam feiern.

Die Oscars finden Sonntagnacht statt und werden auf Pro7 übertragen. Davor läuft der oscarprämierte „The Revenant“ im Programm.