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Jede Woche geben wir euch einen Einblick in die Neustarts der Woche in Kino und TV.
Viel Spaß beim Anschauen!

Neu im Kino!

Filme, die auf wahren Begebenheiten basieren, gibt es wie Sand am Meer. Die Menschen haben eine ungebrochene Faszination für Dinge aus der Vergangenheit. Schließlich waren viele Ereignisse nicht nur wichtig für die Welt und sind noch heute aktuell, sondern auch hochspannend. So auch die Operation Entebbe, um die sich der erste Start der Woche dreht. Tatsächlich ist „7 Tage in Entebbe“ bereits der vierte Film, der sich mit dieser bestimmten Thematik beschäftigt.

27. Juni 1976: Die Air France Maschine 139 auf dem Weg von Tel Aviv nach Paris wird von Terroristen übernommen und zum Landen am Flughafen in Entebbe gezwungen. Unter den Tätern befinden sich auch die Deutschen Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann. Sie wollen die Freilassung palästinensischer Gefangener in Israel im Austausch gegen die israelischen Geiseln an Bord erreichen und stellen der Regierung ein Ultimatum. Die nächsten sieben Tage sind ein harter Überlebenskampf für alle Beteiligten…

„7 Tage in Entebbe“ beginnt nicht mit der Entführung des Flugzeugs, sondern ganz unerwartet mit einer Tanznummer. Einer ziemlich spektakulären und wunderschön gefilmten Tanznummer, die doch mehr Bedeutung für die Handlung haben wird, als man zunächst denkt. Doch die meiste Zeit verbringt der Zuschauer dann am Flughafen in Entebbe und mit der israelischen Regierung. Die Spannung, unter der alle Beteiligten stehen, wird nicht nur durch die gut geschriebenen Dialoge, sondern vor allem durch die hervorragenden Schauspieler getragen. Besonders Daniel Brühl und Rosamund Pike als Böse und Kuhlmann laufen zu Bestform auf. Die beiden sehen sich nicht als Terroristen, sondern als Freiheitskämpfer mit noblen Zielen und sehen ihre Ideale im Verlauf der sieben Tage immer mehr in Gefahr.
Aber auch die Gespräche und Debatten in der israelischen Regierung sind durchaus spannend und gelungen. Dort gilt nämlich die Devise, nie mit Terroristen zu verhandeln. Doch wenn es keine Gespräche gibt, sterben die Passagiere des gekaperten Flugzeugs unweigerlich.
Wie die Geschichte ausgeht, kann man zwar auf Wikipedia nachlesen (oder man weiß es schon), aber für alle, die es interessiert, ist „7 Tage in Entebbe“ ein gelungener, spannender und besonders gut gespielter Filmgenuss.

„7 Tage in Entebbe“ dauert 107 Minuten, ist ab 12 Jahren freigegeben und startet am 03.05. in den Kinos.

Unser zweiter Start der Woche ist ganz anders als der trübsinnige und düstere Entebbe-Film. Viel farbenfroher und bunter als in einem Vorgarten bei Gartenzwergen wird es schließlich nicht. Vor mittlerweile viel zu vielen Jahren erschien mit „Gnomeo und Julia“ eine erfrischende und lustige Romeo und Julia-Neuauflage. Und wie das bei erfolgreichen Filmen so ist, folgt nun mit einiger Verspätung eine Fortsetzung, sie sich einem weiteren weltbekannten Stoff widmet: „Sherlock Gnomes“

Der Streit zwischen den Gartenzwergen ist begraben und Gnomeo und Julia durften endlich heiraten. Doch das überglückliche Paar muss sich bald einer neuen Gefahr stellen. Denn überall in der Vorstadt verschwinden Gartenzwerge. Bei ihren Ermittlungen scheitern die beiden rasch, doch zum Glück naht Hilfe: Der meisterhafte Detektiv Sherlock Gnomes nimmt sich des Falls an…

Besonders im Original begeistert „Gnome und Julia“ mit seiner Besetzung. Neben den schon bekannten James McAvoy, Emily Blunt und mehr leihen diesmal auch Chiwetel Ejiofor und Megastar Johnny Depp den putzigen Gartenzwergen ihre Stimmen. Dennoch ist der Film bei Kritikern und an den Kassen in den USA eher durchgefallen. Zu spät kommt diese im Grunde sinnfreie Fortsetzung, die zwar schön animiert ist, aber sonst nicht viel zu bieten hat.
Auch in Deutschland gab es nicht allzu viel Werbung für den Film und sicherlich wird er nicht an den Erfolg des ersten Teils anknüpfen können. Aber gerade für Familien, die einfach eine entspannte Zeit haben wollen, ist der Film ja vielleicht doch eine gute Wahl.

„Sherlock Gnomes“ dauert 87 Minuten, ist ab 0 Jahren freigegeben und startet am Donnerstag in 3D in den Kinos.

Neu im TV!

Der spannendste Neustart der Woche erwartet uns aber bei Netflix. Denn dort erscheint die originelle und sehr spannend aussehende Serie „The Rain“, die irgendwo zwischen Drama, Horror und Thriller wandelt. Und wenn man überlegt, welche Serien in diesem Genre bereits veröffentlicht hat, Stranger Thrings, Dark, The OA, kann man da auch mal guter Dinge sein.

Skandinavien: Ohne Warnung bringt der Regen ein tödliches Virus mit sich. Wer nass wird, stirbt. Sechs Jahre sind seitdem vergangen und beinahe die gesamte Bevölkerung ist nicht mehr am Leben. Zwei Geschwister, die bisher in einer Art Bunker gelebt haben, schließen sich einer Gruppe Überlebender an. Sie hoffen nicht nur, einen neuen Lebensraum zu finden, sondern auch ihren Vater, der seit Jahren verschwunden ist. Und der scheinbar ganz kurz davor stand, etwas Großes aufzudecken…

Wenn die Kamera einem einzelnen Regentropfen auf dem Weg durch den Himmel zur Erde herab folgt, dann sieht das schon im Trailer nach ganz großem Kino aus. „The Rain“ scheint voller beeindruckender Szenen zu sein und es wirkt so, als habe Netflix ordentlich Geld in die Produktion gesteckt. Tatsächlich kommt die Serie aus Dänemark und reiht sich somit in die steigende Zahl von Serien ein, die von Netflix nicht nur auf englisch produziert werden. Serien wie Dark und Haus des Geldes haben bewiesen, dass die Zuschauer auf der ganzen Welt Programme aus verschiedenen Ländern annehmen und nicht alles aus den USA kommen muss.
Und wenn dann auch noch eine so interessante und vielversprechende Story wie hier dazukommt, kann ich gar nicht erwarten, was in der Zukunft noch so auf uns zukommt bei Netflix.

Die 8 Folgen der ersten Staffel von „The Rain“ sind ab dem 04.05. auf Netflix verfügbar.